8️⃣ Sorghummehl
✔ Quelle für Eiweiß und Antioxidantien
✔ geeignet fürs glutenfreie Backen
✔ verbessert die Teigstruktur
× weniger bekannt, seltener verfügbar
Exotisches Mehl aus Sorghumkörnern (glutenfreies Getreide) mit leicht getreidigem, dezent süßlichem Geschmack. Von Natur aus glutenfrei. Passt sowohl zu herzhaftem als auch zu süßem Gebäck. Wir empfehlen, 30 % Sorghummehl und 70 % Weizen- oder anderes Mehl zu verwenden.
9️⃣ Maniokmehl und Tapiokamehl
✔ 100 % glutenfrei
✔ geeignet für Paleo- und AIP-Diäten
✔ milder Geschmack und vielseitig einsetzbar
× teurer als gängige Mehle
Maniokmehl wird aus der ganzen Maniokwurzel hergestellt, auch bekannt als Cassavamehl. Im Gegensatz dazu ist Tapiokamehl die durch Waschen und Zerkleinern gewonnene Stärke aus der Maniokwurzel. Es wirkt sowohl lockernd als auch bindend und ist besonders in der Paleo-Küche beliebt. Dank seines neutralen Geschmacks eignet es sich für süße und herzhafte Gerichte.
🔟 Leinsamenmehl
✔ reich an Omega-3-Fettsäuren
✔ macht Gerichte satter
✔ von Natur aus glutenfrei
× wird schneller ranzig, kühl lagern
Leinsamenmehl wird aus entölten Leinsamen hergestellt.
Braunes hat einen kräftigeren Geschmack und eignet sich für dunkles oder herzhaftes Gebäck.
Goldenes Leinsamenmehl ist milder und neutraler – perfekt für helles oder süßes Gebäck. Beide sind nährstoffreich und ideal zum Andicken, für Teige oder Breie. Geeignet für Low-Carb- und Keto-Ernährung.
🫙 Mehl richtig lagern
Die richtige Aufbewahrung ist der Schlüssel, damit Mehle ihre Frische, ihr Aroma und ihre Nährwerte behalten. Bewahren Sie Mehl stets trocken, dunkel und kühl auf – idealerweise in einem luftdichten Behälter. Schützen Sie es vor Licht und Wärme, da beides die Haltbarkeit verkürzt und den Geschmack beeinflusst.
→ Wie lange nach dem Öffnen verwenden
Bei richtiger Lagerung hält die Mehrheit der Mehle ungefähr:
- 3–6 Monate – klassische Getreide- und Reismehle,
- 2–4 Monate – Hülsenfrucht-, Buchweizen- und Maismehle,
- 1–2 Monate – Nuss- und Leinsamenmehle (sie sind am empfindlichsten).
Danach können Aroma und Geschmack nachlassen oder Fette ranzig werden, auch wenn nichts sichtbar verdorben ist.
Nussmehle sind empfindlicher als ganze Nüsse, da mehr Oberfläche der Luft ausgesetzt ist. Verdorbenes Mehl erkennen Sie an bitterem Geschmack oder ranzigem Geruch. Dann bitte nicht mehr verwenden.
🐻 Grizly Tipp: Wenn Sie Mehl selten verwenden, lagern Sie es im Kühlschrank oder Gefrierfach. Das beugt Feuchtigkeit und möglichem Mottenbefall vor. So bleibt Mehl oft auch nach Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums gut, solange es neutral riecht und schmeckt. Im Zweifel gilt: lieber entsorgen.
Produktspezialistin verrät ihre Tipps
„Das Cassava-Mehl (aus Maniokwurzel) ist großartig. Ich glaube, viele kennen es noch nicht – schade eigentlich. Ich verwende es fast für alles, kombiniert mit Mandelmehl oder auch pur, wenn ich auf Nüsse verzichten möchte,“ hebt Zuzana das außergewöhnliche Maniokmehl hervor und verrät gleich, welches ihr Favorit ist. „Mandelmehl ist für alles geeignet. Immer wenn ich in einem Rezept normales Mehl sehe, ersetze ich es durch Mandelmehl – oder ein anderes Nussmehl, das ich gerade mag. Manchmal kombiniere ich auch verschiedene Mehle.“
Zuzana Krejčiříková, Produktspezialistin
🍽️ Auf diese Mehle schwört Zuzana in der Küche:
1. Cassava-Mehl – vielseitig mit neutralem Geschmack für Pfannkuchen, Cookies, Brownies, aber auch zum Andicken von Soßen oder als glutenfreie Panade mit Gewürzen für Fleisch. Es nimmt gut Flüssigkeit auf und verleiht dem Teig natürliche Geschmeidigkeit, ohne viele zusätzliche Zutaten zu benötigen.
2. Kokosmehl – aromatisch, aber sehr durstig = nimmt viel Flüssigkeit auf. Erhöhen Sie daher leicht die Menge der flüssigen Zutaten. Passt besonders gut zu süßen Rezepten wegen seines intensiven Aromas. Funktioniert hervorragend in Kombination mit Cassava- oder Tapiokamehl, die den Geschmack mildern und die Konsistenz verbessern.
3. Buchweizenmehl – nahrhafter Klassiker mit kräftigem Geschmack ideal für Pfannkuchen, Pancakes, herzhafte Fladen oder hausgemachte Nudeln. Nicht jedermanns Sache – am besten mit Cassava- oder Reismehl kombinieren. Dadurch wird der Teig geschmacklich und strukturell feiner.
4. Mandelmehl – Allrounder unter den Mehlen. Ich verwende es wirklich für alles – Cookies, Kuchen, Pancakes, herzhafte Fladen oder Quiche-Teig. Auch Streusel gelingen perfekt damit. Es macht den Teig zart, saftig und erhöht den Nährwert – durch gesunde Fette und Proteine.
5. Leinsamenmehl – Bindemittel für herzhafte Rezepte. Durch Ballaststoffe und den „Schleim“ bindet es Teig auch ohne Eier oder Weizenmehl = glutenfrei. Ich nutze es für herzhafte Cracker, Brote, Fladen oder Gebäck.
6. Glutenfreies Hafermehl – für das tägliche Backen, nahrhaft und glutenfrei. Es macht den Teig geschmeidig, zart und verbessert die Struktur. Perfekt für Pancakes, Cookies, Kuchen oder Gugelhupf, aber auch für herzhafte Fladen, hausgemachtes Brot oder zum Andicken von Suppen und Soßen. Funktioniert hervorragend mit anderen glutenfreien Mehlen – z. B. Mandel-, Cassava- oder Tapiokamehl. Der Teig bleibt schön zusammen und fluffig.
Vergleich der Mehle: Ungefähre Nährwerte pro 100 g
| Mehlsorte |
Energie (kJ/kcal) |
Eiweiß (g) |
Fett (g) |
Kohlenhydrate (g) |
Ballaststoffe (g) |
| Nussmehle (Mandel, Pistazie…) |
2400 / 570 |
20 |
50 |
10 |
10 |
| Kokos |
1500 / 360 |
18 |
15 |
25 |
40 |
| Getreide (Weizen, Dinkel) |
1450 / 345 |
11 |
2 |
70 |
8 |
| Hülsenfrüchte (Kichererbse, Erbse) |
1450 / 350 |
22 |
5 |
45 |
10 |
| Reis |
1480 / 350 |
7 |
1 |
78 |
2 |
| Buchweizen |
1500 / 360 |
13 |
3 |
70 |
8 |
| Mais |
1490 / 355 |
7 |
2 |
76 |
4 |
| Sorghum |
1500 / 360 |
10 |
3 |
75 |
6 |
| Maniok |
1470 / 350 |
2 |
0,5 |
85 |
3 |
| Leinsamen (braun, gold) |
1300 / 310 |
36 |
8 |
2 |
32 |
Diese Tabelle hilft Ihnen auch, Mehl-Nährwerte pro 100 g oder Mehlkalorien besser zu vergleichen.
🐻 Bären-Zusammenfassung:
- Am meisten Eiweiß: Leinsamen- und Hülsenfruchtmehle
- Am meisten Ballaststoffe: Kokos- und Leinsamenmehl
- Am wenigsten Kohlenhydrate: Nuss- und Leinsamenmehle
- Am meisten Energie: Nussmehle (durch gesunde Fette)
FAQ – Häufige Fragen zu Mehlen
Welches Mehl ist am besten zum gesunden Backen?
Zum gesunden Backen eignen sich Mandel-, Kokos- oder Hafermehl. Sie sind nährstoffreich, glutenfrei und verleihen dem Teig eine angenehme Weichheit.
Welches Mehl ist am gesündesten?
Die gesündesten Mehle sind diejenigen, die nur minimal verarbeitet und reich an Nährstoffen sind. Dazu gehören vor allem Mandel-, Buchweizen-, Kokos- und Vollkorn-Dinkelmehl. Sie enthalten mehr Ballaststoffe, Eiweiß und gesunde Fette – ideal für gesundes Backen und eine ausgewogene Ernährung. Für glutenfreies Backen sind auch Buchweizen- und Reismehl sehr gut geeignet.
Welches Mehl ist glutenfrei?
Nuss-, Kokos-, Reis-, Buchweizen-, Mais-, Sorghum-, Maniok-, Leinsamen- und die meisten Hülsenfruchtmehle sind von Natur aus glutenfrei.
Welches Mehl enthält am meisten Eiweiß?
Hülsenfruchtmehle – insbesondere Kichererbsen- und Erbsenmehl – enthalten den höchsten Eiweißgehalt.
Welches Mehl enthält am wenigsten Kohlenhydrate?
Die wenigsten Kohlenhydrate enthalten Nuss- und Leinsamenmehle.
Welches Mehl eignet sich für Low-Carb-Backen?
Für Low-Carb- oder Keto-Backen eignen sich Mandel- und andere Nussmehle, Kokos-, Leinsamen- und Maniokmehl.
Was ist Dinkelmehl?
Dinkelmehl wird aus der alten Weizensorte Dinkel (Triticum spelta) gemahlen. Es hat einen leicht nussigen Geschmack und ist reich an Eiweiß, Ballaststoffen, Eisen und Zink. Dank seiner Nährwerte und leichten Verdaulichkeit gilt es als gesündere Alternative zu herkömmlichem Weizenmehl. Es enthält jedoch Gluten und ist daher nicht für Zöliakie-Betroffene geeignet.
Wie sollte Mehl gelagert werden und kann es verderben?
Ja, Mehl kann verderben – besonders bei Wärme, Feuchtigkeit oder direkter Sonneneinstrahlung. Bewahren Sie es daher trocken, kühl und dunkel auf, am besten in einem luftdichten Behälter. Nuss- und Leinsamenmehle sind anfälliger für das Ranzigwerden, daher sollten sie nach dem Öffnen möglichst bald, idealerweise innerhalb von 1–2 Monaten, verbraucht werden.
Autorin des Artikels
Nikola Nevečeřalová
Ich lebe einen gesunden Lebensstil – und schreibe seit 2017 regelmäßig darüber. Wenn ich nicht gerade an der Tastatur sitze, gehe ich laufen, trainiere oder bin mit meiner Familie unterwegs und suche (oder finde) die Balance zwischen Familie, Zeit für mich und Arbeit. Sich um Körper und Geist zu kümmern, um möglichst lange aktiv und selbstständig zu bleiben, kann jeder – also geben wir das weiter.